Im Regelfall ist in der Privathaftpflichtversicherung das "Risiko Pferd" nicht mitversichert. Die Pferdehaftpflichtversicherung ist gekoppelt an das Risiko - auch wenn ein Familienmitglied gelegentlich auf ihrem Pferd reitet besteht Versicherungsschutz.
Ein besonders wichtiger Baustein im Bereich der Pferdehaftpflicht- versicherung ist z.B. das Fremdhalterrisiko, Reitbeteiligungen sowie auch Mietsachschäden, die im Versicherungsschutz beinhaltet sein sollen.

Die folgenden Versicherungsarten decken die jeweiligen Tierschäden ab:
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Pferdehalterhaftpflichtversicherung:

Bei den sogenannten „Luxustieren“ ist eine eigenständige Haftpflichtversicherung notwendig. Bei der Haltung von Pferden ist das die Pferdehalterhaftpflichtversicherung.

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Betriebshaftpflichtversicherung / Berufshaftpflichtversicherung:

Zu den Nutztieren gehören alle Tiere, die einem gewerblichen Zweck erfüllen, heißt die zur Erzielung von Einnahmen / Einkommen gehalten werden. Diese Nutztiere sind in den meisten Fällen im Rahmen der Betriebshaftpflichtversicherung bzw. Berufshaftpflichtversicherung im Versicherungsschutz beinhaltet.

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Private Haftpflichtversicherung - PHV:

In der Privat Haftpflichtversicherung ist im Regelfall das Halten und Hüten von zahmen Haustieren im Versicherungsschutz beinhaltet. Zur Gruppe der zahmen Haustiere zählen u.a. Katzen, Vögel, Meerschweinchen, Hamster, usw. Jedoch zählen Hunde, Pferde, Rinder, Schafe, usw. nicht zur Gruppe der zahmen Haustiere.
Unterschieden wird bei den „nicht zahmen Haustiere“ in der Bereich der Nutztiere und „Luxustiere“.



Versicherungsparagraph
Der § 833 des BGB - Haftung des Tierhalters – besagt:

„Wird durch ein Tier ein Mensch getötet oder der Körper oder die Gesundheit eines Menschen verletzt oder eine Sache beschädigt, so ist derjenige, welcher das Tier hält, verpflichtet, dem Verletzten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen. Die Ersatzpflicht tritt nicht ein, wenn der Schaden durch ein Haustier verursacht wird, das dem Beruf, der Erwerbstätigkeit oder dem Unterhalt des Tierhalters zu dienen bestimmt ist, und entweder der Tierhalter bei der Beaufsichtigung des Tieres die im Verkehr erforderliche Sorgfalt beobachtet oder der Schaden auch bei Anwendung dieser Sorgfalt entstanden sein würde“.


Der § 834 des BGB – Haftung des Tierhüters – besagt:

„Wer für denjenigen, welcher ein Tier hält, die Führung der Aufsicht über das Tier durch Vertrag übernimmt, ist für den Schaden verantwortlich, den das Tier einem Dritten in der im § 833 zeichneten Weise zufügt. Die Verantwortlichkeit tritt nicht ein, wenn er bei der Führung der Aufsicht die im Verkehr erforderliche Sorgfalt beobachtet oder wenn der Schaden auch bei Anwendung dieser Sorgfalt entstanden sein würde.“
VDABBAKW_588 - 09.12.2016-10:33:52